Verheiratet mit einer Bloggerin

Hallo. Mein Name ist Bernd und ich bin mit einer Bloggerin verheiratet. Vielleicht habt ihr ja schon von ihr gehört, sie heißt Sabrina und schreibt auf Starlights in the Kitchen (www.starlightsinthekitchen.com) über Food, Familylife und DIYs. Ich erzähle euch heute wie es hinter den Kulissen der Familie Sterntal so abläuft, ein exklusives „behind the scenes“ erwartet euch, also schnallt euch an.

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Begonnen hat alles im Jahr 2012. Meine Frau hat neben ihrem Bachelorstudium den Blog Starlights in the Kitchen ins Leben gerufen. Anfangs war ihre Seite als virtuelles Tagebuch gedacht, in dem sie neben ein paar persönlichen Gedanken auch hin und wieder Rezepte mit ihrer damals noch sehr überschaubaren Leserschaft geteilt hat. Meine Frau ist ja eine begnadete Köchin. Wirklich. Sie kocht oft ohne Anleitung die leckersten Gerichte. Aufgrund ihres Talents wurden die Kochanleitungen auf dem Blog nach und nach mehr und so entwickelte sich Starlights in the Kitchen zum Foodblog. Je mehr Rezepte auf den Blog kamen, desto mehr stieg auch mein Körpergewicht. Jenseits eines optimalen BMI habe ich diese Zeit des kulinarischen Überflusses ziemlich genossen. Doch irgendwann wurde das Hobby zur Profession. Leckeres Essen gab es nach wie vor, jedoch wurde es meistens nur mehr kalt genossen. Aber warum das? Einfach deswegen, weil nach dem Kochen noch ein großes Set aufgebaut werden musste, um die Speisen danach schön in Szene setzen und fotografieren zu können. Siehe Beweisbild A. und B.

Beweisbild A. – Quelle: @herrsterntal
Beweisbild A. – Quelle: @herrsterntal

Komisch war das am Anfang schon. Aber irgendwann gewöhnt man sich daran und erkennt die Vorzüge dieser Ernährungsweise. Man kann sich beispielsweise nie mehr die Zunge am Essen verbrennen. Und was macht man nicht alles, um seinen Bloglesern schöne Fotos präsentieren zu können. Tja, wir alle müssen Opfer bringen.

Beweisbild B. – Für alle, die jetzt hungrig geworden sind, hier das Rezept (schmeckt angeblich warm noch besser): http://sabrinasterntal.blogspot.co.at/2016/01/food-one-pot-pasta-15-minuten-asia.html
Beweisbild B. – Für alle, die jetzt hungrig geworden sind, hier das Rezept (schmeckt angeblich warm noch besser): http://sabrinasterntal.blogspot.co.at/2016/01/food-one-pot-pasta-15-minuten-asia.html

Wenn ich meine Frau mal in ein schickes Restaurant ausführe, ist das genauso. Ich warte nach dem Servieren der Gänge automatisch darauf, dass meine Frau das Handy zückt und ein paar Fotos von den Speisen macht. Wehe ich greife vor diesem obligatorischen Akt zum Besteck, dann ist es mit der romantischen Stimmung gleich vorbei.

Aber bitte versteht mich jetzt nicht falsch. Als Ehemann einer Bloggerin hat man es schon auch recht gut. Bekannte und Verwandte halten sich zum Beispiel durch die Onlinepräsenz meiner Frau über alle aktuellen Themen gleich selbst am Laufenden. Bei Familienfesten hat das den Vorteil, dass man nicht mehr so viel erzählen muss, weil ohnehin schon jeder weiß was so abgeht bei uns. Auch Freunde sprechen mich immer wieder auf Dinge an, von denen ich im ersten Moment überrascht bin, dass sie überhaupt davon wissen. Für Gesprächsstoff ist also immer gesorgt.

Meine Frau hat mich auch in die Welt von Instagram eingeführt. Bis vor einem Jahr dachte ich, dass mit dem Begriff „soziale Medien“ ausschließlich Facebook gemeint war – aber weit gefehlt. Auf ihrem Instagramaccount (@sabrinasterntal) veröffentlicht meine Frau immer echt schöne Bilder von unserem Alltag. Anfangs habe ich ihre Begeisterung für diese Plattform nicht geteilt, dabei kamen dann Bilder wie dieses

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oder jenes

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heraus. Mittlerweile habe aber auch ich einen eigenen Account bei Instagram (@herrsterntal) und poste hin und wieder ein paar Bilder. Leider bin ich noch nicht so begabt was das Fotoschießen anbelangt. Ich werde aber (mangels verfügbarer Alternativen) trotzdem immer häufiger für Fotoshootings beauftragt wenn es darum geht, meine Frau abzulichten. Ob ihr es glaubt oder nicht, mittlerweile geht das recht gut (siehe Beweisbild C.).

Beweisbild C. (Auf ausdrückliches Verlangen der abgelichteten Person muss in diesem Kontext darauf hingewiesen werden, dass sich besagte Person zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Fotos im 7. Schwangerschaftsmonat befand.)
Beweisbild C.
(Auf ausdrückliches Verlangen der abgelichteten Person muss in diesem Kontext darauf hingewiesen werden, dass sich besagte Person zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Fotos im 7. Schwangerschaftsmonat befand.)

Ich weiß schon mehr über Helligkeit, Kontrast, Filter, Winkel und Fotobearbeitung als mir lieb ist. Eigentlich bin ich ja nicht so der kreative Typ, aber man kriegt schon einiges mit als Mann einer Bloggerin. So zum Beispiel auch, dass Blogbeiträge zu gewissen Uhrzeiten geschaltet werden müssen, um die bestmögliche Reichweite beim Zielpublikum zu generieren. Es ist auch wichtig, auf Facebook möglichst rasch auf alle Fragen und Kommentare zu antworten, damit man einen ominösen Banner bekommt, der einem auf der Startseite dann entgegenlacht und bestätigt, dass man eben innerhalb kürzester Zeit auf Fragen und Kommentare antwortet. Schon irgendwie seltsam, aber so ist das nun mal.

Das Leben in der sogenannten Blogospähre hat aber noch mehr zu bieten. Man kommt in Kontakt mit vielen verschiedenen Firmen und Unternehmen, die mit einem kooperieren wollen. Dabei lernt man auch nette Menschen wie das Team von allerlei4kids kennen, die einen dann sogar ermöglichen, einen Gastbeitrag für ihren Blog zu verfassen. Über die Jahre konnten wir bereits einige gute und fast schon freundschaftliche Kontakte knüpfen, die wir nach wie vor pflegen. Dieses ganze Organisieren macht mir persönlich wirklich Spaß. Im Gegensatz zu meiner Frau stehe ich nämlich nicht so gerne im Rampenlicht.

Ehrlichgesagt sehe ich mich sowieso eher in der Rolle des Blog-Managers. Da mittlerweile auf Starlights in the Kitchen echt viel los ist und die eingangs bereits erwähnten Themenbereiche über die Foodsection hinausgehen, fällt auch ein gewisser logistischer Aufwand an. Ich kümmere mich beispielsweise um die Erstellung (und Einhaltung) des Redaktionsplans, ums Korrekturlesen der Blogbeiträge und arbeite bei der Themenfindung mit. Manchmal darf ich sogar selbst einen Blogpost verfassen. Da geht’s dann meistens um meine Leidenschaft, das Grillen und BBQ.

Alles in allem hat sich Starlights in the Kitchen zu einem Hobby für die ganze Familie entwickelt. Es macht wirklich Spaß, an dem Projekt, das meine Frau ins Leben gerufen hat und mit so viel Leidenschaft betreibt, mitarbeiten zu dürfen und zu sehen, wie der Blog stetig wächst und bekannter wird. Dafür ertrage ich dann auch das Handygescrolle beim Filmschauen am Abend und die 15-minütigen Spiegel-Selfie-Sessions vor dem Verlassen des Hauses.

Macht euch einfach selber ein Bild von www.starlightsinthekitchen.com. Meine Frau und ich freuen uns auf euren Besuch.

3 thoughts on “Verheiratet mit einer Bloggerin

  1. Herrlich! Mein Mann wollte auch schon immer mal zum Stift greifen und alles aus seiner Sicht schreiben. Leider ist daraus (bislang) nichts geworden!

    Liebe Grüße
    Isa

  2. Wirklich gut geschrieben.
    Mein Mann hat am Anfang auch noch meine Texte korrktur gelesen. Aber leider haben wir uns dann immer so gestritten, das ich des lieben Friedens wegen, jetzt keine rechtschreiblich einwandfreien Texte mehr habe. Man kann nicht alles haben

    LG, Katrin

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